Wie wird die WZE durchgeführt ?

Die Erhebung erfolgt jeweils im Juli und August durch besonders geschulte Teams. Jährlich stattfindende Abstimmungskurse vor Beginn der Aufnahmen stellen eine einheitliche Aufnahmepraxis sicher. Als Hilfsmittel wurde eine Referenz-Bilderserie erarbeitet.
An den Stichprobenpunkten wird der Kronenzustand okular eingeschätzt. Hierzu wird die Krone von einem Punkt in ca. einer Baumlänge Entfernung aus, von dem aus die Krone gut einsehbar ist, mit Hilfe eines Feldstechers beurteilt. Abweichungen von einer voll belaubten Krone werden als Nadel- bzw. Blattverlust in 5 %-Stufen geschätzt. Ergänzend zur Kronenverlichtung werden weitere Merkmale aufgenommen, die Hinweise zur Vitalität der Bäume und zu den Ursachen von Kronenverlichtungen geben können; hierzu gehören z. B. die Vergilbung von Nadeln oder Blättern, die Verzweigungsstruktur, Schädlingsbefall, Blüte und Frucht- bzw. Samenbehang.

Die 5 %-Stufen werden zu sog. Schadstufen zusammengefasst. Die Schadstufen 2 – 4 können zur Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zusammengefasst werden.

Definition der Schadstufen
Schadstufe Nadel- / Blattverlust Bezeichnug
0 0 - 10 % ohne sichtbare Kronenverlichtung
1 11 – 25 % Warnstufe (schwache Kronenverlichtung)
2 26 – 60 % mittelstarke Kronenverlichtung
3 61 – 99 % starke Kronenverlichtung
4 100 % abgestorben

 

Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert der in 5 %-Stufen geschätzten Kronenverlichtung aller Probebäume.